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Düna
 

Wetterstation: Riga
Klimazonen: Dh

Karte der Lage der Wasserscheide

Die Düna fließt von Russland über Weißrussland nach Litauen.

Wieso die Düna?

Die Düna ist ein ehemals innersowjetischer Fluss, der nach dem Zerfall der UdSSR im Jahre 1992 heute aus Russland über Weißrussland und Lettland in die Ostsee fließt. Ihr Einzugsgebiet ist sehr flach. Es gibt noch zahlreiche Sümpfe und Feuchtgebiete, vor allem aber viele Auwälder. Daher steht die Düna im C-Change-Flüsse-Projekt für das Thema Auwälder.

Was für ein Fluss ist die Düna?

Der Daugava, Düna oder Dvina genannte Fluss  (etymologische Herkunft altbaltisch daug (viel) ava (Wasser)) entspringt in 215 Metern Höhe in den Waladi-Höhen und trägt je nach Jahreszeit recht gleichmäßige Wassermassen (zwischen 670 und 730m3/Sekunde) in den Rigaer Meerbusen ein. Schneeschmelzwasser (50%), Grundwasser (30%) und Regen (20%) reichern den Fluss an. Er entwässert 87.900 km2 Land, und in seinem Einzugsgebiet leben 10 Millionen Menschen. Die grenzüberschreitende Düna fließt durch Russland (325 km), Weißrussland (328km) und Lettland (367km) und teilt sich gegen Ende des Weges in zwei Arme auf, die seine Mündung im Delta bilden. Geographisch gesehen erfüllt die Düna regulatorische Funktionen der Biosphäre in den Gebieten von Weißrussland, Russland und Litauen. Der UNESCO zufolge ist das die sauberste Region Eurasiens. Dort bildeten sich hydrogeologische Prozesse, die das Klima des europäischen Teils des Kontinents beeinflussen. Zur Besonderheit des saisonalen Wassersystems gehören die Frühlingsflut, Flachwasser im Sommer mit häufigen Regenfluten und Überschwemmungen und stabiler Wasserarmut im Winter. Es gibt hier eine besonders hohe Zahl von Pilz-, Moos- und Flechtenarten.

Welche Probleme gibt es an der Düna?

Im mittleren Laufe auf dem Gebiet Weißrusslands und  Lettlands, - bzw. innerhalb der Industriegebiete und Wasserkraftwerke wurde eine nicht unerhebliche Wasserverschmutzung und entsprechend niedrige Wasserregenerierung festgestellt, z.B. bei Polotzk.

Welche insgesamt negativen Tendenzen sind an der Düna beunruhigend?

Die Wasserkraftwerke haben eine sichtbar negative Auswirkung auf die Flüsse Lettlands. Dies ist, nach der Forschungsanalyse mehrerer Flüsse Lettlands, eines der Ergebnisse der Untersuchungen des World Wide Fund for Nature. Vor allem die kleinen Wasserkraftwerke ignorieren die gesetzlichen Regelungen zur Öffnung der Staustufen während der Laichzeit. Die Wanderung der Fische wird dadurch unterbunden. Siedlungsabfälle und –abwässer gelangen an zahlreichen Stellen in den Fluss. Direkte anthropogene Einflüsse auf die Natur sowie die zunehmende Urbanisierung an Flussufern haben heutzutage noch Vorrang vor den Auswirkungen der Klimawandel auf die Flora und die Fauna.

Was wird getan?

Das Umwelt-Monitoring für Russland, Weißrussland und Lettland bezieht mittlerweile die Ufer, die Oberflächenwasser, das Grundwasser sowie die Überwachung von Luft und Ozonschicht mit ein.  Außerdem wird der Zustand des Waldes und der Wildtiere zumindest erfasst. Dazu kommen noch die Überwachung der Strahlenbelastung sowie geophysikalische Stichproben. Die Aktivität im Bereich der Wasserklärung nimmt deutlich zu, so konnte die Einspeisung von Abwässern reduziert werden. Seit 2005 konnte bei der Einspiesung von verunreinigtem Wasser ein Rückgang um 40% verzeichnet werden. Weitere Reservate und Naturschutzgebiete sind in der Planung.

Ort: Kelsterbach Östlicher Rand der Mündung des Kelsterbachs
Themenzuordnung: Auwälder