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Flüsse und Verschmutzung
 

Abwässer in Flüssen beinhalten sämtliche anorganische, organische, nichttoxische und toxische wasserlösliche oder mitgeschwemmte Stoffe, z.B. auch Antibiotika aus Hausabwässern, aber auch Phosphate aus der Landwirtschaft sowie aus Städten ausgespülte Oberflächenabflüsse nach Regen. Dazu gehört Kunststoffabrieb von Reifen u.a.. Diese Abwässer enthalten aber auch Gegenstände, und unter diesen im weltweiten Maßstab zunehmend mehr Plastik. "An praktisch jedem Strand dieser Welt dürfte das, was sich unter nackten Füßen so angenehm rau und natürlich anfühlt, zu einem nicht unbeträchtlichen Teil aus Kunststoff bestehen. Weltweit werden jedes Jahr 225 Millionen Tonnen Plastik produziert. Aus Erdöl hergestellt, ist das leicht formbare Material ideal für den Hausgebrauch: robust, extrem haltbar und zudem billig - zu billig, als dass man sorgsam damit umgehen müsste: Die globale Recyclingrate liegt bei wenigen Prozent. Unvorstellbare Mengen des Wegwerfprodukts landen stattdessen in den Ozeanen: Müll, der von Schiffen abgeworfen wird, Container, die unterwegs verlorengehen, Abfälle, die von Bächen und Flüssen mitgetragen oder an Küsten achtlos weggeschmissen werden. Die Meeresschutzorganisation Oceana schätzt, dass weltweit jede Stunde rund 675 Tonnen Müll direkt ins Meer geworfen werden, die Hälfte davon ist aus Plastik. Im Nordostpazifik lässt sich das Phänomen besonders eindrucksvoll besichtigen: Zwischen Kalifornien und Hawaii hat sich ein rund drei Millionen Tonnen schwerer Plastikteppich gebildet, der etwa so groß ist wie Mitteleuropa. Kreisende Strömungen von Wind und Wasser sorgen dafür, dass der Müllstrom hier niemals versiegt." (zitiert nach Das Müll-Karussell, Samiha Shafy, spiegel-online). Dieses Phänomen zeigt die starke Interaktion von Flüssen und Ozeanen, verweist auch darauf, dass bereits mit der mechanischen Reinigung von Abwässern ein wichtiger Schritt zum Schutz der Flüsse und Meere gemacht wird.

 

Fünf weitere Sichtweisen zum Thema Abwasser, Müll und Flüsse. Diese Links führen auf andere Internetseiten:

http://www.schulen.regensburg.de/vmg/unterricht/faecher/biochem/klaeranlage/files/geschichte.htm
Eine kleine "Geschichte des Klärens". Besonders bemerkenswert: die Seite wurde von den Regensburger Schulen erstellt.

http://www.fr-online.de/rhein-main/kein-konsens-beim-abwasser/-/1472796/4477706/-/index.html
Bericht der Frankfurter Rundschau über die Abwasserentsorgung bei K+S am Kalibergbau an der Werra.  

http://www.n-tv.de/reise/Bali-hat-ein-Abwasserproblem-article971926.html
Spannender Bericht über die Abwasserprobleme auf Bali. Dort fließt das Abwasser ungefiltert ins Meer, da das Abwassermanagement durch die vielen Touristen überfordert ist.  

http://www.wwa-wen.bayern.de/fluesse_und_seen/nutzungen_und_einfluesse/stoffeintrag/index.htm
Interessanter Artikel des Wasserwirtschaftsamt Weiden über die Stoffe, die Flüsse und Gewässer belasten und weiterführende Links.  

http://www.pnn.de/pm/357480/
Die Potsdamer Neueste Nachrichten über das Phänomen, dass Flüsse beim Abwasser sensibler sind als die Böden.