1. “Mainufergespräch“ mit Bürgern: Dr. Peter Mayer, Mühlheim
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Die wichtigste Aufgabe des C-Change-Projektes – und insbesondere der Klimaroute – ist die Vermittlung komplexer Inhalte an die Bürger. Um dies zu erreichen, ist die Einbindung der Bürger und die Nutzung von deren unerschöpflichem Potential an Wissen, Kreativität und Interesse nötig.
Diese Bürgergespräche, die im Jahr 2010 und 2011 an verschiedenen Ständen stattfanden, sind daher ein wichtiger Baustein des Gesamtprojektes. Die Soziologin Petra Günther sprach mit 1500 Menschen an verschiedenen Orten entlang des Mains. Einige dieser Bürger werden wir in den nächsten Monaten hier auf www.klimaroute.de zu Wort kommen lassen.

Wir erfuhren dadurch enorm viel über Sorgen, Fragen und Wünsche der Menschen. Das Thema wurde auch für uns klarer. Die Gespräche wurden begleitet von Flyern über die einzelnen Projekte und Stationen, die Beate Schwarz erstellte.

Diese erste Phase des Austauschs hat uns einerseits darin bestätigt, dass dieser Austausch wichtig ist, andererseits hat er aber auch weitere Aktivitäten befeuert. So hat die Stadt Mühlheim mit Gesprächen über Klimawandel und Kochen sowie mit einer Kochschule zum Thema Reduzierung von Kohlendioxidausstoß durch geschicktes Einkaufen die Latte hoch gelegt.

Fragen über Klima, Wetter, Fluss und Zukunft

Die Gruppe Wheel hat vor allem in Gesprächen mit jungen Migranten und in sehr kreativen Aktionen im öffentlichen Raum ein jüngeres Klientel erreicht.

Der Klimakoffer, der im Wetterpark vorgestellt wurde, spricht vor allem Kinder an und findet reißenden Absatz, so dass Ralf Degel, der den Koffer mit Susanne Schiffke entwickelt hat, kaum mit der Produktion nachkommt. Auch der Klimakoffer spielt in der Kommunikation eine wichtige Rolle.

Kinder wollen verstehen, Lernen passiert ganz nebenbei.

Am 13. August 2011 soll eine Fahrradtour entlang der Klimaroute erfolgen, weiterhin werden Spaziergänge, Aktivitäten an den Baustellen der Stationen sowie kulturelle Klein- und Kleinstprojekte vor Ort durchgeführt, um damit noch mehr auf die Klimaroute und die Stationen aufmerksam zu machen. Insgesamt wollen wir die Bürger der Region für das Thema vielfältig sensibilisieren.
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Gespräch mit Dr. Peter Mayer, Mühlheim
Klimaroute.de sprach mit Herrn Dr.Peter Mayer vom Umweltstammtisch Mühlheim über die lokale Agenda, über Fluglärm und die Elbe.

Dr. Peter Mayer am Main
Klimaroute: Herr Mayer, Sie sind vom Umweltstammtisch Mühlheim: Was ist das Anliegen des Umweltstammtischs?
Mayer: Wir haben den Umweltstammtisch gegründet als die lokale Agenda im Rathaus irgendwann nicht mehr weitergeführt wurde. Da gab es einige Enttäuschte unter den Bürgern. Also sagten wir uns, da machen wir auf unsere Art weiter. Ich habe die Aktivitäten auch auf meiner Website veröffentlicht www.umwelt-muehlheim.de, www.pmayermue.de/umweltstammtisch
Klimaroute: Sie sagten sich also, das Thema wollen wir nicht allein den Organisationen und Parteien überlassen?
Mayer: Ja. Wir wollten aber auch keinen Verein gründen, sondern ungebundene, muntere und umweltbewusste Bürger bleiben. Ca. 15 Personen sind das. Wir treffen uns regelmäßig in einem Lokal und machen Exkursionen. Wir informieren uns darüber, was anderswo passiert. Wir möchten uns auf diese direkte Art um unsere Kommune kümmern. Wir wollen, dass die Punkte, die im Handlungsprogramm der Lokalen Agenda fixiert wurden, weiter verfolgt werden. Daher werden wir auch den neuen Bürgermeister bald fragen, wie er dazu steht.
Klimaroute: Welche Themen sind Ihnen wichtig?
Mayer: Ich muss vorab sagen, dass hier ja schon viel Gutes passiert ist. Die Renaturierung hat einiges erreicht, z.B. an der Rodaumündung. Das bildet die Gegenbewegung zu dem, was viel zu lange verfolgt wurde, seit ca. 100 Jahren: wurden Flüsse kanalisiert und Bäche unter die Erde verlegt An der Rodau hat das schöne Fortschritte gemacht, aber am Main könnte noch viel mehr passieren. Trinkwasser ist auch ein Thema für uns. Das Trinkwasser hier ist sehr kalkhaltig, da es aus tiefen Schichten stammt und sich stark mit Kalk angereichert hat. Das hat den Nutzern immer viel Kummer gemacht, wegen des Kalks in den Rohren und Töpfen. Als Lösung hat man unser Wasser schließlich mit Offenbacher Wasser gemischt, das aus höheren Schichten stammt und weniger Kalk mit sich führt. Das war eine gute Lösung, statt teurer Filter.

Klimaroute: Was fällt Ihnen ein, wenn Sie das Wort Klimawandel hören?
Mayer: Als spontane Antwort: Wir merken ihn gar nicht. Wir wissen noch gar nicht, was wir da anrichten. Das dicke Ende kommt noch. Leider, leider ist es so, dass die Bevölkerung das nicht verstehen kann. Sie wandeln, handeln und leben – und die nächste Generation hat den Schlamassel. Man kann eben nicht sagen. „Ich spüre den Klimawandel.“ Wenn es gelingt, den Menschen ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen, dann wäre das wunderbar. Die Klimaroute wird dazu etwas beitragen. Man kann die alten Köppe schwer mit neuem Zeug erreichen. Von daher ist es wichtig, dass die Jugend angesprochen wird.
Klimaroute: Welche negativen Ereignisse haben Sie persönlich am Main erlebt?
Mayer: Ich habe mir immer einen Platz am Fluss gesucht. Das hängt wohl mit meiner Jugend an der Elbe zusammen. In Mühlheim habe ich den Main kennen gelernt und lieb gewonnen Zu Anfang war der Fluss schaurig anzuschauen (das war um 1970), da schwammen im Main Flocken aus der Papierfabrik bei Aschaffenburg, da schäumte der Main an den Staustufen. Er lebte grad noch so ein bisschen. Er war ganz arm dran. Dann wurde das Zug um Zug besser. Man kann der Industrie, wie man an dieser Entwicklung sieht durchaus Vorschriften machen. Mit den Verursachern wird oft zu zaghaft umgegangen.
Klimaroute: Was würden Sie ändern, wenn Sie alleine bestimmen dürften, was man in Mühlheim ändern sollte?
Mayer: Was mich hier am meisten stört sind die Flugzeuge, die Belästigung durch Fraport ist gewaltig. Wenn man morgens um 3 aufwacht, weil einer von der Einflug-Flugroute abgewichen ist. Wir hören hier zeitweilig jede Minute einen Flieger. Das ist eine Belästigung der ganzen Region. Grundlegend wird man das jedoch kaum ändern können.
Klimaroute: Jeder hat seine Flussgeschichte, woran denken Sie wenn Sie an Ihre Kindheit zurückdenken in Bezug auf das Thema Fluss/Bach?
Ich bin an der Elbe aufgewachsen. Die Elbe ist ein ganz anderer Fluss als der Main. Sie ist ein Tieflandstrom mit einem weiten Auengebiet und hat sich bis jetzt gegen Staustufen gewehrt. Die Elbe war jedoch über lange Zeit ein Abwasserabfluss der DDR. Dagegen war selbst der Main, den ich hier 1970 kennenlernte, relativ in Ordnung. Ich habe mit der Familie dann über die Jahre den Main auf dem Fahrrad von der Quelle bis zur Mündung erobert. Hier unten sind es ja vor allem Staustufen; aber der Obermain, der ist noch ein quicklebendiger Fluss.
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Berichte
Frankfurt

Interessierte Bürger am Stand in Frankfurt
18.06.2011, Bericht Frankfurt [PDF: 36 KB]
04.06.2011, Bericht Frankfurt [PDF: 30 KB]
14.05.2011, Bericht Frankfurt [PDF: 37 KB]
16. und 17.04.2011, Bericht Frankfurt [PDF: 41 KB]
18.06.2011, Bericht Frankfurt [
PDF: 36 KB]
Kelsterbach

In Kelsterbach interessierte Passantinnen
26.06.2011, Bericht Kelsterbach [
PDF: 33 KB]
12.06.2011, Bericht Kelsterbach [PDF: 38 KB]
22.05.2011, Bericht Kelsterbach [PDF: 37 KB]
08.05.2011, Bericht Kelsterbach [PDF: 36 KB]
01.05.2011, Bericht Kelsterbach [PDF: 38 KB]
Offenbach

Interesse am Stand in Offenbach
25.06.2011, Bericht Offenbach Flohmarkt [
PDF: 33 KB]
11.06.2011, Bericht Offenbach Flohmarkt [PDF: 36 KB]
21.05.2011, Bericht Offenbach [PDF: 32 KB]
07.05.2011, Bericht Offenbach [PDF: 33 KB]
30.04.2011, Bericht Offenbach [PDF: 31 KB]
Mühlheim

Passanten in Mühlheim
10.07.2011, Bericht Mühlheim [
PDF: 36 KB]
19.06.2011, Bericht Mühlheim [PDF: 39 KB]
28.05.2011, Bericht Fest in Mühlheim [PDF: 38 KB]
15.05.2011, Bericht Mühlheim [PDF: 42 KB]
Veranstaltungen
29.05.2011, Bericht Tag der Erde Weilbacher Kiesgruben [PDF: 35 KB]
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